Gemeindebericht für die Kreissynode
der Ev.-reform. Kirchengemeinde Bielefeld 2011
(Berichtszeitraum 2009-2010)
Wir machen uns auf den Weg
Die ev.- reformierte Gemeinde Bielefeld ist in einer besonderen Situation: Als einzige reformierte Gemeinde in ganz Bielefeld wohnen ihre Gemeindeglieder im ganzen Kirchenkreis und zum Teil weit darüber hinaus. Gemeinde lebt durch die Begegnung und Verbindung von Menschen; darum machen wir uns auf den Weg und besuchen in Jöllenbeck und Werther, in Brackwede und Ubbedissen, in Schildesche und Heepen Gemeindeglieder ab 70 Jahren zu ihren Geburtstagen.
Ein kleiner sechsköpfiger Besuchsdienstkreis teilt sich diese Arbeit. Der Pfarrer ist einer von ihnen. Das Ziel dieses Kreises ist nicht, den Pfarrer in seiner Besuchsarbeit zu unterstützen. Besuche der Ehrenamtlichen bei älteren Gemeindegliedern sind vollgültige Gemeindebesuche, die ihren Wert in sich selber haben und Ausdruck eines gleichberechtigten Miteinanders in der Gemeinde sind.
Wir machen uns auf den Weg - Gemeindeglieder müssen sich auf den Weg machen, um die Gottesdienste der Gemeinde zu feiern. Darum wird die Gemeinde getragen von vielen, die sich miteinander auf den Weg machen und bereit sind, (Fahr-)Zeit, Kraft und (Fahr-)Geld einzubringen.
Besonders älteren Gemeindegliedern fällt es dabei zunehmend schwer, sich auf einen Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen, um Angebote ihrer Gemeinde zu besuchen. Vereinzelt gibt es dabei schon einen nachbarschaftlichen Mitfahrdienst. Es wäre toll, wenn es uns gelingen würde, nachbarschaftliche Mitfahrgelegenheiten besser zu vernetzen. In Zukunft wird es auch darum gehen, diese einfachen Wegstrecken miteinander zu teilen.
Wir sind offen und einladend
„Offene Türen symbolisieren ein wichtiges Lebensmerkmal unserer Gemeinde:
Kommen und Gehen; - nicht planlos und zufällig, sondern in der Spannung von
Einladung und Nachfolge,
Eingang und Ausgang,
Hören und Tun,
Segen und Sendung,
Gotteshaus und Gottesdienst.“ (Homepage unserer Gemeinde)
In räumlicher Konzentration findet alles Gemeindeleben seit dem Umbau der Kirche und ihrer Gemeinderäume 2006 vor allem in der Kirche statt! Kaffeetrinken mit über hundert Seniorinnen und Senioren, Konfirmandentage mit Mittagessen, Elternabende, Gemeindeversammlungen, Gesprächstreffen, Vorträge und Konzerte mit Essen und einem Glas Wein – unsere reformierte Kirche ist ein wirklicher Versammlungsort der Gemeinde!
Ein Kirchenöffnungsteam hält die Kirche donnerstags und freitags nachmittags sowie samstags vor- und nachmittags geöffnet. Am Freitagnachmittag gibt es zudem das Angebot von Kaffee und Kuchen und einen Eine-Welt-Verkaufsstand.
Rund 2890 Besucherinnen und Besucher nutzten an 132 Tagen im Jahr 2010 die offene Süsterkirche. Manche kamen aus Neugierde, andere, um zu beten, wieder andere, um schon mal zu sehen, wo das nächste Konzert stattfindet... Immer fanden sie Menschen in der Kirche vor, die, wenn es gewünscht war, ein offenes Ohr hatten oder die ein oder andere Frage beantworten konnten.
Mit unserer offenen und einladenden Struktur sind wir auf dem Weg, ein Teil Kirche in der Innenstadt Bielefelds zu sein: Konzerte, Kulturveranstaltungen, Mitwirkung bei den Bielefelder Nachtansichten, Kooperationen mit anderen Trägern, Seminare, Foren, Gottesdienste in anderer Gestalt und zu anderen Zeiten sind Ausdrucksformen dafür, dass wir uns einbringen in das Leben der Stadt und die Menschen mit ihrem Leben einen Ort in unserer reformierten Kirche finden.
Die Süsterkirche ist mit ihrem nicht zu großen, freien und offenen Raum und ihrer hervorragenden Konzertakustik einer der meistgesuchten Konzertorte in der Bielefelder Innenstadt geworden. Tausende von Menschen gehen durch ihre offene Tür jährlich ein und aus und suchen gelegentlich bewusst die Gottesdienste in unserer Kirche.
Wir feiern lebendige Gottesdienste
Im Mittelpunkt der reformierten Gottesdienstfeiern stehen die Bemühungen um das Wort der Heiligen Schrift. Die Predigt leistet nach reformiertem Verständnis einen Beitrag zum Verstehen des der ganzen Gemeinde anvertrauten Wortes. Von der Idee her ist der Gottesdienst ein gemeinsames Gespräch um die Auslegung der Heiligen Schrift im Vertrauen darauf, dass sich das Wort Gottes ereignen wird. Grade darum steht die Predigt im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Mit Predigtreihen, besonderen thematischen Bezügen, unterschiedlichen Gastpredigerinnen und -Predigern gewinnen die Gottesdienste an Attraktivität und Ausstrahlungskraft. Seit 2010 sind einzelne Predigten auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen und laden auf diese Weise zu weiterführenden Gesprächen ein.
Im Anschluss an den Gottesdienst bleibt die Gemeinde zum Kirchenkaffee zusammen und nutzt den zentralen Versammlungsort zum Austausch und Nachgespräch.
2009 ging Pastor Gerhard Hille in den Ruhestand. Mitte 2010 verabschiedete die Gemeinde ihre langjährige und geliebte Pastorin Erika Edusei, die mit Worten Bilder malen konnte. Seit September 2010 ist Pastor Bertold Becker Pfarrer der Reformierten Gemeinde. Zuvor war er lange Jahre als Gemeindepfarrer der Zionsgemeinde in Eckardtsheim und der Schillingshofsiedlung tätig. Auch ihm sind anspruchvolle und herausfordernde Predigten wichtig.
Neben dem gesprochenen Wort pflegen wir die Kirchenmusik als Teil der musikalischen Verkündigung. Sie steht nach dem Weggang von Kantor Daniel Debrow seit 2009 in Verantwortung des ev. Stadtkantorates, das gemeinsam mit der Neustädter Mariengemeinde getragen und von Kantorin Ruth M. Seiler gestaltet wird.
Im Rahmen des Stadtkantorates leitet mit viel Engagement Christiane Krause den Kirchenchor, der gerne und oft in den Gottesdiensten singt. Der Posaunenchor und sein neuer Leiter Harald Hörtlackner gestalten über das Jahr hindurch musikalisch reiche Gottesdienste.
Der Posaunenchor verantwortet ein Kurrendeblasen am vierten Adventssonntag, an dem der Posaunenchor ca. 90, meist ältere, Gemeindeglieder bei jedem Wetter aufsucht und erfreut.
Regelmäßig feiern wir Gottesdienste mit „Kinderzeit“, zu denen wir besonders junge Eltern mit kleinen Kindern einladen.
Während der Predigt werden die Kleinen im Süsterzimmer von einem wechselnden Team von Müttern und Vätern betreut.
Die kleinen Kinder sind bei der Eingangsliturgie und bei Taufen im Gottesdienst dabei, gehen dann zum Singen, Spielen und Basteln nach nebenan und kommen wieder, um gemeinsam mit ihren Eltern die Schlussliturgie mit Fürbittengebet, Vaterunser und Segen zu erleben.
Für die Kinderzeit haben wir gemeinsam mit den Eltern eine besondere Kinderliturgie entwickelt.
Durch den Kinderkreis erscheinen uns auch die Gottesdienste viel lebendiger zu sein, und viele Ältere haben sich längst daran gewöhnt, dass beim Abendmahl ein kleines Kind mit Brot in der Hand und Traubensaft neben ihnen steht.
Denn: Alle sind eingeladen...
Monatlich finden Gottesdienste statt, die in Liedauswahl, Musikgestaltung und Predigten den Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde entsprechen und ihnen interessante und lebendige Gottesdienste und Gottesdienstkultur nahe bringen.
In der Passionszeit gestaltet eine Predigtreihe zu Themen oder Texten das gottesdienstliche Leben der Gemeinde.
Am Ewigkeitssonntag wird der Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres gedacht. Alle Angehörigen werden persönlich angeschrieben und eingeladen.
Seit Ende des Jahres 2008 gibt es das Projekt Theater und Kirche, eine Kooperation vom Theater Bielefeld mit der Süsterkirche.
Die Idee ist, auf eine Schauspiel- oder Musikproduktion eine Antwort zu geben in Form einer Predigt in einem Sonntagsgottesdienst.
2009 und 2010 standen Predigten zum Theaterstück „Wie im Himmel“ im Mittelpunkt. Eine Predigt zu „Hänsel und Gretel“ schloss das Jahr 2010 ab.
Der Gottesdienst am Welt-Aids-Tag hat sich in der Süsterkirche etabliert und einen festen Ort gefunden. Seit Jahren wird er in ökumenischer Gemeinschaft zusammen mit der Aidshilfe, dem Fachkrankenhaus Mara und anderen Mitwirkenden gestaltet.
Musik und Tanz, Schauspiel und Kunst, Literatur und Berichte von Zeitgenossen. Lebenswelten ernst nehmen, Zeitfragen aufnehmen, Antworten suchen. Unter diesem Motto haben sich die " als eine Sonntags-Abend-Gottesdienstreihe 9-mal jährlich etabliert. Sie erfreuen sich bei Vielen großer Beliebtheit. Der Sonntagabend um 18 Uhr bietet eine gute Gelegenheit, das Wochenende ausklingen zu lassen und die neue Woche zu begrüßen.
Vorbereitet werden die Gottesdienste von einem ehrenamtlichen Team um Stadtkantorin Ruth M. Seiler herum, das mit viel Engagement und Freude bei der Sache ist.
Diese Gottesdienste finden in regelmäßigem Wechsel in der Neustädter Marienkirche oder der Süsterkirche statt.
Wir begleiten die Menschen
Die reformierte Gemeindepflegestation
„Eines Morgens waren sie da, unangekündigt, mit Aktenkoffer und Laptops: Eine Prüferin und ein Prüfer des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen.
Für das Team von Pflegedienstleiterin Corinna Kampschulte allerdings kein Grund zur Beunruhigung. Mit der Überprüfung werden Organisation, Dokumentation sowie Pflegezustand der Kunden und die Kundenzufriedenheit bewertet.
„Unter anderem gab es folgende schriftliche Rückmeldung: "Im Rahmen der Überprüfung der Ergebnisqualität wurden insgesamt 5 Kunden mit den Pflegestufen 1-3 zufällig ausgewählt, um eine Überprüfung des Pflegezustandes vorzunehmen und ein Gespräch zur Zufriedenheit durchzuführen". Weiter heißt es: "Es äußerten sich alle sehr zufrieden mit der Versorgung und Betreuung. Der pflegerische Umgang der einzelnen Mitarbeiter mit den Kunden wurde als sehr umsichtig empfunden. Der Pflegezustand war bei allen Kunden sehr gut." Das Gesamtergebnis der Prüfung liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt und bescheinigt dem Dienst mit der der Note 1,4 eine hervorragende Arbeit.“
Mit diesem Zitat aus einem Gemeindebrief wird deutlich, dass es uns durch unsere reformierte Gemeindepflegestation gelingt, den der Gemeinde anvertrauten diakonischen Auftrag des Evangeliums Ernst zu nehmen.
Unsere Pflegedienstleiterin und ihr Team arbeiten nahe an und mit den pflegebedürftigen Menschen. Mit einem hohen, professionellen Pflegestandard ist es ihnen in der Arbeit wichtig, den ganzen Menschen zu sehen und zu begleiten. In enger Zusammenarbeit mit Angehörigen und in Anbindung an die Gemeinde gelingt dies – manchmal bis über Grenzen hinaus. In ihrer Arbeit weiß sich die Gemeindepflegestation getragen durch die Gemeinde, die zur Unterstützung einen Förderverein gegründet hat und darüber Leistungen und Zuwendungen mitfinanzieren kann, die nicht nach dem Minutentakt der Pflegeversicherung abgerechnet werden können.
Durch die Verknüpfung von Krankenpflege und Seelsorge kommen wir den Vorstellungen unseres Reformators Johannes Calvin, dessen 500. Geburtstag wir 2009 feierten, sehr nahe.
Calvin plädierte für einen vier bzw. dreigliedrigen Dienst (s. Institutio von 1559): den des Pastors und Lehrers; den der Ältesten (Presbyter) und den der Diakonen. Allen gemeinsam ist der Dienst an der Gemeinde Jesu Christi.
Wir bieten Orientierung
Seit mehreren Jahren bieten wir ein Theologisches Gemeindeseminar am Montagabend an, das zu einem bewährten ökumenischen Bibelkreis ergänzend dazu kommt.
Der ökumenisch besetzte Kreis von bis zu 30 Personen beschäftigte sich 2009 mit dem Reformator Johannes Calvin und 2010 mit zeitgenössischen theologischen Fragestellungen.
Im Frauenabendkreis werden gesellschaftliche und religiöse Themen aufgegriffen und miteinander diskutiert.
Das Interesse an theologischer Weiterbildung ist groß, und es erfreut uns, wie gerne diese offene Form am Abend angenommen wird.
Wir machen uns für Menschen stark
Der suchende und fragende Mensch steht bei uns im Mittelpunkt der Gemeindearbeit. Wir nehmen uns Zeit für ihn. So haben die Menschen mit ihren vielfältigen Ausrichtungen, Wünschen und Fragen bei uns einen Platz.
In besonderer Weise ist das der Fall im Presbyterium, dem Leitungsgremium, das in gutem Einvernehmen zum Wohl der Gemeinde arbeitet.
Gut reformiert, hat seit langen Jahren Horst Haase den Vorsitz des Presbyteriums inne.
Auch ist die Süsterkirche immer wieder ein Ort für Kunstausstellungen, Konzerte und Vortragstreffen – ein guter Ort der Begegnung für Menschen im Raum von Kirche und Gemeinde.
Wir machen uns für Menschen stark, indem wir einzelne Gemeindeglieder in besonderen Lebenssituationen auch aus der Diakoniekasse unterstützen. Wir bezuschussen Konfirmandenfreizeiten großzügig und begleiten auch Menschen, die den Zugang zur Kirche verloren haben und schon lange ausgetreten sind. Immer wieder erleben wir hier Anfragen nach Trauer- und Bestattungsbegleitungen.
Wir machen Menschen Mut zum Glauben
Der 500. Geburtstag unseres Reformators Johannes Calvin war Anlass für uns, die Aktualität und Kraft des theologischen Erbes von Calvin ein Jahr lang in den Mittelpunkt zu stellen und zu prüfen.
Die Besinnung auf das, was uns trägt, woher wir kommen und wohin wir gehen, macht Menschen Mut zum Glauben.
Wir taten dies durch ein vielfältiges Angebot an Vorträgen, Musikveranstaltungen, reisten an Orte reformierter Geschichte und erlebten ein Theaterstück zu Calvin, das im Herbst 2009 durch das Theater an der Süsterkirche zur Aufführung kam.
Diese kleine semi-professionelle Truppe probt in den Räumen der Gemeinde und stellt ihre Produktionen auch in Kirche und Gemeindehaus vor.
Im Rahmen der Nachtansichten 2009 sahen wir am späten Abend in der Süsterkirche die Premiere von „Zahltag – mehr Tod ist nicht“. 2010 probte das Theater an der Süsterkirche an zwei Stücken, die im Frühjahr und Herbst 2011 zur Aufführung kommen werden.
Wir nehmen gesellschaftliche Verantwortung wahr
In der Umgestaltung der Kirche zu einem offenen, freien, multifunktional nutzbaren Kirchenraum, durch die Aufgabe eines großen kostenintensiven Gemeindehauses, durch die Beschränkung auf wenige, an die Kirche angrenzende Räume und durch einen barrierefreien Neubau mit 17 Wohnungen in gehobener Ausstattung auf dem Gelände des alten Gemeindehauses haben wir unserer Gemeinde für die nächsten Jahre gut aufgestellt. Die Wohnungen im Neubau sind bezogen und erfreuen sich großer Beliebtheit. Es ist eine bunte Hausgemeinschaft entstanden – vom Kleinkind bis zur betagten Seniorin. Bewusst bieten wir zwar die Möglichkeit der Pflege durch unsere Gemeindepflegestation an, aber kein betreutes Wohnen. Man muss also auch nicht alt sein, um in das Haus einzuziehen, man kann es dann aber ohne weiteren Umzug werden. Dieses gelungene Modell ist sicher durch den Standortvorteil – mitten in der Stadt und doch ohne Lärm – begünstigt. Es ist deshalb wahrscheinlich nicht an allen anderen Orten wiederholbar.
Wir laden zu aktiver Mitgestaltung und Beteiligung ein
Dank professioneller Hilfe eines Gemeindeglieds ist es uns gelungen, unseren Gemeindebrief in völlig neuer Gestalt herauszugeben. Der Gemeindebrief erscheint vier Mal im Jahr und wird den Gemeindegliedern per Post zugeschickt. Ehrenamtlich wird die Homepage der Gemeinde gepflegt. Dort finden sich aktuelle Termine, Predigten, Themenreihen und der monatlich erscheinende Newsletter, der rund 350 Bezieherinnen per Mail zugeschickt wird.
Wir fördern die weltweite Ökumene mit anderen Kirchen
Die ungarische reformierte Gemeinde feiert monatlich ihren Gottesdienst in unseren Räumen und fühlt sich bei uns wohl. Darüber freuen wir uns.
Unsere Bielefelder Nachbarn sind uns noch näher. So haben wir ein herzliches Verhältnis zu unseren katholischen Schwestern und Brüdern in der Jodokus-Gemeinde. Mit ihnen und der evangelischen Nachbargemeinde Neustadt Marien und der AcK feierten wir 2009 zum elften Mal einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Klosterplatz am Pfingstmontag und trafen uns 2009 und 2010 zu einem ökumenischen Bibelabend.
Wir sehen uns regelmäßig im ökumenischen Innenstadtkonvent, wo wir Absprachen treffen und Informationen austauschen. Das geschieht in herzlicher Atmosphäre.
Auch der Schulgottesdienst der Klosterschule am Buß- und Bettag wird regelmäßig ökumenisch vorbereitet und in unserer Kirche gefeiert.
Während des Umbaus von St. Jodokus nutzte das City-Kloster unsere Kirche zu täglichen Mittagsgebeten. Viele Gottesdienste von St. Jodokus wurden bei uns gefeiert, so dass sich das herzliche Verhältnis in ökumenischer Freundschaft vertiefte.
Mit Neustadt Marien verbindet uns neben gemeinsamen Gottesdiensten vor allem an den zweiten Feiertagen noch ein weiteres Projekt, nämlich die Gottesdienstreihe „Kunst und Religion“, die alljährlich in den Sommerferien stattfindet. 2009 waren anlässlich des Calvinjahres 2009 zwei Bilder aus der Kunsthalle Emden von Josef Scharl und Max Pechstein Gegenstand der Predigtmeditationen.
Dazu fand eine Exkursion nach Emden statt, wo die Bilder im Original betrachtet werden konnten. Auch die reformierte Johannes-a-Lasco-Bibliothek in der Großen Kirche zu Emden wurde an diesem Tag besichtigt.
Wir sind miteinander auf dem Weg, in städtischer und ökumenischer Verbundenheit,
mit einem Interesse: das Evangelium Jesu Christi weiterzutragen und in seinem Sinne unser Miteinander zu gestalten.
03.05.2011; Bertold Becker, Pfarrer; Horst Haase, Presbyteriumsvorsitzender
